Meal Prep Boxen im Vergleich (Schraubglas, Glasbox, Plastikbox, vakuumierbare Box)

Inhaltsverzeichnis

Mit „Mein Meal Prep Boxen Vergleich“ möchte ich dir aufzeigen, wie du deine Gerichte richtig lagerst, wenn du für mehrere Tage vorkochen möchtest. Deswegen stelle ich dir heute die Vor- und Nachteile von Schraubgläsern, Plastikboxen, Glasboxen, vakuumierbaren Boxen und deren Verwendungsmöglichkeiten vor. Am Ende wirst du wissen, welche Box für dich für welche Verwendungsform geeignet ist.

Kriterien

Um die Behältnisse miteinander vergleichen zu können, habe ich mir ein paar Kriterien überlegt, die ich anhand meiner bisherigen Erfahrungen mit ihnen bewerte. Anhand dieser Kriterien kannst du für dich prüfen, welche dir besonders wichtig sind. Im Anschluss stelle ich dir die einzelnen Behältnisse vor und gehe dabei auf die Kriterien ein.

Haltbarkeit, Bewahrung von Frische: Ich denke, dieses Kriterium ist für jeden wichtig. Es gibt dabei eine Sache, die absolut essentiell ist, wenn du für mehrere Tage vorkochen möchtest.

Deine Meal Prep Boxen müssen luftdicht verschließbar sein

LUFTDICHTE VERSCHLIEßBARKEIT ist kein „Nice-to-have“, sondern ein absolutes Muss. Ein luftdicht verschließbares Behältnis hält Bakterien fern und sorgt dafür, dass die Speisen länger frisch, aromatisch und hygienisch sicher bleiben.

Du erkennst luftdicht verschließbare Boxen daran, dass sie einen Deckel mit Clipverschluss und einen Silikonring haben.

Luftdichte Verschließbarkeit einer Box wird u.a. gewährleistet durch einen Clipdecker mit Silikonrand

Der Silikonring im Deckel sorgt dafür, dass der Behälter wirklich dicht abschließt. Er passt sich exakt an den Rand der Box an und verhindert, dass Luft, Feuchtigkeit oder Bakterien eindringen. Die seitlichen Clips fixieren den Deckel fest auf der Box. Nur in Kombination mit dem Silikonrand entsteht dadurch ein wirklich luftdichter Verschluss. Die Clips sollten mit einem hörbaren Klick einrasten und nicht ausleiern.

Preis und Langlebigkeit: Ein weiteres Kriterium ist der Preis. Wie teuer ist das Produkt und wie wahrscheinlich ist es, dass du es in 2, 5 oder 10 Jahren noch nutzen kannst oder willst?

Umweltaspekte: Auch hier spielt der Aspekt der Langlebigkeit mit rein. Zusätzlich stellt sich die Frage, wie die Boxen produziert wurden und ob sie recyclebar sind.

Vielseitig einsetzbar: Möchtest du dein Essen in deinen Boxen einfrieren, in die Spülmaschine stellen, es im Backofen oder in der Mikrowelle erhitzen? Das geht mit manchen, aber nicht mit allen Boxen.

Sonstige Eigenschaften: Es folgen noch ein paar weitere Eigenschaften die manche Behältnisse mitbringen und andere nicht:

  • Durchsichtig: So siehst du auf einen Blick im Kühlschrank wo sich was befindet. Nichts wird vergessen und verdirbt unnötig.
  • Auslaufsicher: Wenn du deine Boxen mal mitnehmen möchtest zur Arbeit, zum Picknick auf eine Geschäftsreise ist es natürlich sehr wichtig, dass diese auslaufsicher ist.
  • Platz und Stauraum: Eckige Boxen nutzen die vorhandene Fläche im Kühlschrank oder Gefrierfach effizienter aus als die runde. Sie lassen sich ohne Lücken nebeneinanderstellen und stapeln.

Gläser mit Schraubverschluss

Auch wenn es sich bei Gläsern mit Schraubverschluss nicht um eine Box handelt, nehme ich sie in den Vergleich mit auf.

Für diese Variante musst du kein Geld ausgeben. Du nutzt das Prinzip des Upcycling, indem du alte Kirschgläser, Gurkengläser oder Senfgläser für dein Meal Prep verwendest. Große Varianten wie Gurkengläser oder Kirschgläser eignen sich dafür, komplette Mahlzeiten darin zu verstauen. Kleinere Gläser wie Senfgläser, Kapern Gläser sind ideal für Salatdressing oder Dips

Ich nutze sie nach wie vor und habe mir einen bunten Mix aus verschiedenen Gläsern von unterschiedlichen Größen zusammengestellt. Ich nutze sie gerne für Suppen, Dips, Saucen oder Dressings.

Schraubgläser sind super für Einzelkomponenten, aber ineffizient für komplette, mehrteilige Gerichte und Aufläufe

Schraubgläser eignen sich durch ihre Form nur für bestimmte Gerichte. Suppen oder einfache One-Pot-Gerichte klappen meist noch, doch bei Aufläufen oder Mahlzeiten mit mehreren Komponenten werden sie schnell unpraktisch. In den hohen, engen Gläsern lässt sich ein Auflauf, eine Lasagne oder ein Schichtgericht weder gut portionieren noch gleichmäßig erwärmen. Knackige Extras wie Toppings, Croutons oder Nüsse verlieren zudem schneller ihre Frische, da sie sich in der feuchten Umgebung nicht getrennt aufbewahren lassen.

Für vollständige Mahlzeiten setze ich deshalb auf rechteckige Glas- oder BPA-freie Kunststoff Boxen und nutze Schraubgläser nur für Flüssiges (Suppen, Saucen), Dressings, Overnight Oats oder Snacks.

Plastikboxen/ Kunststoff

Bei dieser Variante solltest du unbedingt darauf achten, dass sie luftdicht verschließbar sind. Es gibt nämlich beide Varianten und nur eine luftdicht verschließbare Box sorgt dafür, dass dein Essen lange haltbar bleibt.

Ich benutze meine Kunststoffboxen nach wie vor, auch wenn ich (siehe später) noch bessere Optionen gefunden habe. Mir ist auch ehrlich gesagt noch nie eine trotz intensiver Nutzung kaputt gegangen.

Ich verwende sie derzeit vor allem für selbstgemachte Tiefkühlgerichte. Von diesen habe ich immer drei bis acht im Gefrierfach. Würde ich sie mir nochmals kaufen, wahrscheinlich eher nicht. Aber solange sie niemand anderes haben möchte, werde ich sie weiter verwenden.

Plastikboxen fürs Meal Prep sind günstig haben aber auch Nachteile (Umwelt, nicht backofenfest etc.)

Glasboxen

Ich liebe Glasboxen. Das liegt vor allem daran, dass ich mir mein Essen öfter in die Glasboxen fülle und es später sowohl in der Mikrowelle als auch im Backofen wieder erwärmen und direkt daraus essen kann.

Dieser Vorgang spart einfach unglaublich viel Umfüll- und Spühlarbeit. Außerdem habe ich das Gefühl, dass die Gerichte und die Lebensmittel, die darin lagern, nach mehreren Tagen frischer schmecken wie aus Kunststoffboxen. Vielleicht liegt es daran, dass Glasboxen keine Gerüche annehmen!?

Umwelttechnisch sind sie bei der Entsorgung bis auf den Deckel recyclebar. Der Produktionsprozess ist aber deutlich energie aufwändiger wie bei einer Kunststoffbox.

Weitere Vor- und Nachteile findest du in der Tabelle:

Die Bewertungen zeigen das die Preise höher sind. Die Lebensmittel aber lange frisch bleiben

Vakuumierbare Boxen

Vakuumierbare Boxen sind für mich die Pro-Version fürs Meal Prep. Sie sind nicht billig, aber ideal, wenn du dein Essen nicht nur für 2–3, sondern für 3–6 Tage frisch halten willst. Durch das Absaugen der Luft entsteht in der Box ein Unterdruck, der Sauerstoff entzieht – und so Oxidation sowie Keimwachstum verlangsamt. Viele Systeme arbeiten mit integrierter oder externer Pumpe. Ich selbst nutze die Glasbehälter mit automatischer Pumpe von ZWILLING Fresh & Save – es gibt aber auch Alternativen wie Rommelsbacher „Kolibri“, Caso VacuBoxx oder Princess.

Vakuumierbare Glasboxen sind die klare Nummer 1 hinsichtlich Haltbarkeit aber auch die teuerste Variante

Welche und wieviele Boxen benötigst du

Wie viele und welche Meal Prep Boxen du brauchst, hängt davon ab, für wie viele Personen und wie viele Tage du vorkochst. Ich selbst nutze alle vorgestellten Varianten, könnte aber am ehesten auf die Kunststoffboxen verzichten – auch wenn ich damit jahrelang problemlos vorbereitet habe. Vakuumierbare Boxen brauchst du nur, wenn du deine Gerichte für einen längeren Zeitraum lagern möchtest. Für die ersten Tage reichen oft günstigere Behälter.

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Praktisch ist es, verschiedene Größen parat zu haben – besonders, wenn du Mahlzeiten mit getrennten Komponenten zubereitest. Eine grobe Richtlinie:

Für eine Hauptmahlzeit braucht eine erwachsene Person etwa eine 1-Liter-Box. Kochst du zum Beispiel für drei Personen für vier Tage vor, solltest du mit mindestens 12 Litern Gesamtvolumen rechnen. Gerichte mit viel Gemüse benötigen oft etwas mehr Platz.

Wenn du dein Essen mit zur Arbeit nimmst, sind Glasboxen mit Fächerunterteilung ideal. So kannst du beispielsweise Reis und Soße separat aufbewahren und frisch genießen.

Reis und Chilli liegt in einer Meal Prep Box die aus zwei Fächern besteht. Es wird aus ihr auf einem Schreibtisch gegessen

Fazit

Luftdichte Behälter sind die Basis fürs Meal Prep. Für den Alltag sind rechteckige Glasboxen aufgrund ihrer Flexibilität (Mikrowellen- und Backofengeeignet) meine klare Nummer eins. Schraubgläser sind quasi umsonst und für Suppen, Saucen und Dressings geeignet, versagen aber bei mehrteiligen Gerichten. Luftdicht verschließbare Kunststoffboxen sind solide, es fehlt aber an Flexibilität und sie sind nicht gut recyclebar.

Willst du für einen langen Zeitraum vorkochen, kommen die genannten Behältnisse an ihre Grenzen. Dort sind die vakuumierbaren Boxen die klare Nummer eins.

Meine Empfehlung: Starte mit ein bis zwei Glas-Sets (je ≈ 1 l pro Hauptmahlzeit), ergänze Schraubgläser für Flüssiges und rüste bei Bedarf mit Vakuumsystemen auf. So hast du für jede Prep-Situation die passende Box und sparst Zeit, Platz und Geld.

Extratipp

Auch bei Fisch lohnt oft der Griff zu TK-Ware, da frischer Fisch fernab der Küste extrem teuer ist.

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